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Altes Testament · Poetische und Weisheitsbücher · Kapitel 15 von 42Hiob 15
Hiob 15, Luther 1912: das ganze Kapitel, 35 Verse, ohne Werbung und ohne Anmeldung.
Hiob 15 — der ganze Text
Luther 1912, 35 Verse. Klicken Sie auf die Versnummer, um direkt zu diesem Vers zu springen.
- Hiob 15,1
Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
- Hiob 15,2
Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so blähen mit leeren Reden?
- Hiob 15,3
Du verantwortest dich mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist nichts nütze.
- Hiob 15,4
Du hast die Furcht fahren lassen und redest verächtlich vor Gott.
- Hiob 15,5
Denn deine Missetat lehrt deinen Mund also, und hast erwählt eine listige Zunge.
- Hiob 15,6
Dein Mund verdammt dich, und nicht ich; deine Lippen zeugen gegen dich.
- Hiob 15,7
Bist du der erste Mensch geboren? bist du vor allen Hügeln empfangen?
- Hiob 15,8
Hast du Gottes heimlichen Rat gehört und die Weisheit an dich gerissen?
- Hiob 15,9
Was weißt du, das wir nicht wissen? was verstehst du, das nicht bei uns sei?
- Hiob 15,10
Es sind Graue und Alte unter uns, die länger gelebt haben denn dein Vater.
- Hiob 15,11
Sollten Gottes Tröstungen so gering vor dir gelten und ein Wort, in Lindigkeit zu dir gesprochen?
- Hiob 15,12
Was nimmt dein Herz vor? was siehst du so stolz?
- Hiob 15,13
Was setzt sich dein Mut gegen Gott, daß du solche Reden aus deinem Munde lässest?
- Hiob 15,14
Was ist ein Mensch, daß er sollte rein sein, und daß er sollte gerecht sein, der von einem Weibe geboren ist?
- Hiob 15,15
Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die im Himmel sind nicht rein vor ihm.
- Hiob 15,16
Wie viel weniger ein Mensch, der ein Greuel und schnöde ist, der Unrecht säuft wie Wasser.
- Hiob 15,17
Ich will dir's zeigen, höre mir zu, und ich will dir erzählen, was ich gesehen habe,
- Hiob 15,18
was die Weisen gesagt haben und ihren Vätern nicht verhohlen gewesen ist,
- Hiob 15,19
welchen allein das Land gegeben war, daß kein Fremder durch sie gehen durfte:
- Hiob 15,20
"Der Gottlose bebt sein Leben lang, und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen.
- Hiob 15,21
Was er hört, das schreckt ihn; und wenn's gleich Friede ist, fürchtet er sich, der Verderber komme,
- Hiob 15,22
glaubt nicht, daß er möge dem Unglück entrinnen, und versieht sich immer des Schwerts.
- Hiob 15,23
Er zieht hin und her nach Brot, und es dünkt ihn immer, die Zeit seines Unglücks sei vorhanden.
- Hiob 15,24
Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder wie ein König mit seinem Heer.
- Hiob 15,25
Denn er hat seine Hand wider Gott gestreckt und sich wider den Allmächtigen gesträubt.
- Hiob 15,26
Er läuft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarrig wider ihn.
- Hiob 15,27
Er brüstet sich wie ein fetter Wanst und macht sich feist und dick.
- Hiob 15,28
Er wohnt in verstörten Städten, in Häusern, da man nicht bleiben darf, die auf einem Haufen liegen sollen.
- Hiob 15,29
Er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Glück wird sich nicht ausbreiten im Lande.
- Hiob 15,30
Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren, und er wird ihn durch den Odem seines Mundes wegnehmen.
- Hiob 15,31
Er wird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dünkel betrogen; und eitel wird sein Lohn werden.
- Hiob 15,32
Er wird ein Ende nehmen vor der Zeit; und sein Zweig wird nicht grünen.
- Hiob 15,33
Er wird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und wie ein Ölbaum seine Blüte abwirft.
- Hiob 15,34
Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben; und das Feuer wird fressen die Hütten derer, die Geschenke nehmen.
- Hiob 15,35
Sie gehen schwanger mit Unglück und gebären Mühsal, und ihr Schoß bringt Trug."
Hiob: 42 Kapitel
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Kapitel 15 ist eines der 42 Kapitel des Buches Hiob — des 18. der 66 Bücher der Übersetzung Luther 1912. Sie können die Kapitel der Reihe nach lesen oder Wörter in allen 66 Büchern suchen.