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Neues Testament · Evangelien und Apostelgeschichte · Kapitel 18 von 24Lukas 18
Lukas 18, Luther 1912: das ganze Kapitel, 43 Verse, ohne Werbung und ohne Anmeldung.
Lukas 18 — der ganze Text
Luther 1912, 43 Verse. Klicken Sie auf die Versnummer, um direkt zu diesem Vers zu springen.
- Lk 18,1
Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten und nicht laß werden solle,
- Lk 18,2
und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen.
- Lk 18,3
Es war aber eine Witwe in dieser Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher!
- Lk 18,4
Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte noch vor keinem Menschen scheue,
- Lk 18,5
dieweil aber mir diese Witwe so viel Mühe macht, will ich sie retten, auf daß sie nicht zuletzt komme und betäube mich.
- Lk 18,6
Da sprach der HERR: Höret hier, was der ungerechte Richter sagt!
- Lk 18,7
Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er's mit ihnen verziehen?
- Lk 18,8
Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird, meinst du, daß er auch werde Glauben finden auf Erden?
- Lk 18,9
Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis:
- Lk 18,10
Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
- Lk 18,11
Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner.
- Lk 18,12
Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe.
- Lk 18,13
Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig!
- Lk 18,14
Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.
- Lk 18,15
Sie brachten auch junge Kindlein zu ihm, daß er sie anrühren sollte. Da es aber die Jünger sahen, bedrohten sie die.
- Lk 18,16
Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.
- Lk 18,17
Wahrlich ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
- Lk 18,18
Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?
- Lk 18,19
Jesus aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott.
- Lk 18,20
Du weißt die Gebote wohl: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren."
- Lk 18,21
Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.
- Lk 18,22
Da Jesus das hörte, sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eins. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach!
- Lk 18,23
Da er aber das hörte, ward er traurig; denn er war sehr reich.
- Lk 18,24
Da aber Jesus sah, daß er traurig war geworden, sprach er: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!
- Lk 18,25
Es ist leichter, daß ein Kamel gehe durch ein Nadelöhr, denn daß ein Reicher in das Reich Gottes komme.
- Lk 18,26
Da sprachen, die das hörten: Wer kann denn selig werden?
- Lk 18,27
Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
- Lk 18,28
Da sprach Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
- Lk 18,29
Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es ist niemand, der ein Haus verläßt oder Eltern oder Brüder oder Weib oder Kinder um des Reiches Gottes willen,
- Lk 18,30
der es nicht vielfältig wieder empfange in dieser Zeit, und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.
- Lk 18,31
Er nahm aber zu sich die Zwölf und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn.
- Lk 18,32
Denn er wird überantwortet werden den Heiden; und er wird verspottet und geschmähet und verspeiet werden,
- Lk 18,33
und sie werden ihn geißeln und töten; und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.
- Lk 18,34
Sie aber verstanden der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das Gesagte war.
- Lk 18,35
Es geschah aber, da er nahe an Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte.
- Lk 18,36
Da er aber hörte das Volk, das hindurchging, forschte er, was das wäre.
- Lk 18,37
Da verkündigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorüber.
- Lk 18,38
Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein!
- Lk 18,39
Die aber vornean gingen, bedrohten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein!
- Lk 18,40
Jesus aber stand still und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten, fragte er ihn
- Lk 18,41
und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soll? Er sprach: HERR, daß ich sehen möge.
- Lk 18,42
Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! dein Glaube hat dir geholfen.
- Lk 18,43
Und alsobald ward er sehend und folgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott.
Lukas: 24 Kapitel
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Kapitel 18 ist eines der 24 Kapitel des Buches Lukas — des 42. der 66 Bücher der Übersetzung Luther 1912. Sie können die Kapitel der Reihe nach lesen oder Wörter in allen 66 Büchern suchen.